Erfolgreiche Behandlung für Refluxösophagitis (Speiseröhrenentzündung)


Hast du eine schmerzhafte Speiseröhrenentzündung? Dann willst du sicherlich wissen, wie du die Symptome erfolgreich behandeln kannst.

Bei Refluxgate bist du richtig. Ich werde dir in den nächsten Minuten verraten, wie man am besten gegen die Entzündung vorgeht.

Doch lass uns zunächst sicherstellen, dass wir auf einem Nenner sind, was eine Speiseröhrenentzündung eigentlich ist:


Typische Symptome und Anzeichen der Refluxösophagitis

Die Refluxösophagitis ist eine chronische Speiseröhrenentzündung, ausgelöst durch Rückfluss von Magensaft in die Speiseröhre. Man sagt auch Reflux dazu.

Das mit Abstand typischste Symptom der Speiseröhrenentzündung ist Sodbrennen. Jedoch kann eine Ösophagitis noch weitere Anzeichen haben.

Die wichtigsten Symptome der Refluxösophagitis sind:

  • Sodbrennen
  • Probleme und Schmerzen beim Schlucken
  • Schmerzen in der Brust
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Verringerter Appetit
  • Heiserkeit
  • Husten
  • Asthma-ähnliche Symptome

Die meisten Betroffenen haben aber schlicht und ergreifend Sodbrennen, besonders wenn sie noch in frühen Phasen der Erkrankung sind.

Wie ausgeprägt die Speiseröhrenentzündung ist, wird durch die Grade ausgedrückt, beispielsweise Refluxösophagitis Grad 1, 2, 3 oder 4.

Bei den Graden geht es ausschließlich darum, wie viel Fläche von den Entzündungen betroffen ist. Je höher der Grad, desto großflächiger ist die Entzündung. Man kann viel Entzündung aber wenige Schmerzen haben. Man kann sogar eine Speiseröhrenentzündung ohne Sodbrennen haben.


Ursache: Rückfluss von Magensaft

Wie kommt es nun genau zum Rückfließen von Magensaft in die Speiseröhre? Sprich, was löst Reflux und die Ösophagitis aus?

Das ist enorm wichtig zu verstehen. Denn nur wenn du die Gründe für den Reflux kennst, kannst du die entstehende Entzündung der Speiseröhre behandeln.


Das leckende Ventil

Der Körper besitzt etliche Ventile, welche Organe voneinander abgrenzen. Der medizinische Begriff für diese Ventile ist Sphinkter.

Übersicht über die Sphincter

Die Ursache für die Speiseröhrenentzündung liegt beim Ventil zwischen Magen und Speiseröhre. Man nennt dieses Ventil den unteren Ösophagussphinkter. Ösophagus ist übrigens der medizinische Begriff für die Speiseröhre.

Das Ventil hat eine schwierige Aufgabe. Es muss sich immer dann öffnen, wenn Essen durchkommt und sonst muss es immer dicht sein.

Öffnet sich das Ventil beim Essen nicht, so bekommt man Schluckschwierigkeiten. Öffnet es im falschen Moment, so kommt es zu Reflux.

Kleinere Mengen an Reflux sind völlig normal. Selbst kerngesunde Menschen haben ein wenig Reflux. Warum, das ist in der Forschung noch unklar. Aber vermutlich ist es eine Möglichkeit des Magens, übermäßigen Druck in die Speiseröhre abzulassen.

Passiert Reflux jedoch zu häufig oder zu heftig, dann wird die Schleimhaut in der Speiseröhre geschädigt und entzündet sich. Ärzte nennen das gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD).

Durch die Entzündung wird die Schleimhaut in der Regel extrem empfindlich, weswegen selbst kleine Mengen an Säure aus dem Reflux Schmerzen auslösen – wir bekommen Sodbrennen. Tückischerweise kann auch genau das Gegenteil passieren und der Körper reagiert nicht mehr mit Schmerzsignalen auf die Säure. Das ist aus dem Grund gefährlich, da die Schäden in der Speiseröhre weiter zunehmen, bis schließlich Krebs entsteht.


Die 3 Gründe für Speiseröhrenentzündung

Wie oben bereits geschrieben, ist Reflux an sich normal. Jedoch gibt es drei Ursachen, warum die Menge an Reflux zu viel für die Speiseröhre werden kann:


1) Der Druck im Magen ist zu hoch

Das untere Speiseröhrenventil presst die Speiseröhre konstant mit einem bestimmten Druck zusammen. Wie hoch genau dieser Druck ist, ist bei Jedem etwas verschieden.

Der Druck des Ventils muss dem Druck im Magen entgegenhalten. Je voller der Magen ist, desto höher ist auch der Druck.

Das ist der Grund, warum zu große Mahlzeiten eine Speiseröhrenentzündung auslösen. Je voluminöser dein Essen ist, desto mehr Druck entsteht im Magen, welcher das Ventil zur Speiseröhre aufdrückt.

Übergewicht ist ein anderer häufiger Grund für Überdruck im Magen, da die Fettpolster auf den Magen drücken.

Es gibt weitere Faktoren, welche den Druck im Magen erhöhen können. Alle führen aber dazu, dass das untere Speiseröhrenventil dem Druck nicht mehr standhalten kann und sich öffnet, wodurch der Mageninhalt in die Speiseröhre gepresst wird.


2) Die Ventile werden schwächer

Die Kraft, mit der das Ventil zusammendrückt, variiert. Sie wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst.

Ständiges Überessen über Jahrzehnte hinweg führt beispielsweise zum Verschleiß des unteren Speiseröhrenventils. Es verliert seine Kraft. Reflux wird dementsprechend häufiger und heftiger. Das ist der Grund, warum Refluxösophagitis mit zunehmendem Alter häufiger vorkommt.

Aber auch kurzfristig kann sich das Ventil lockern, wenn wir die falschen Sachen essen. Schokolade enthält beispielsweise Stoffe, welche zur einer Entspannung der Ventile führen. Koffein hat den gleichen schwächenden Effekt auf das Ventil. Das ist der Grund, warum Kaffee ein bedeutender Auslöser von Sodbrennen ist.


3) Verschlechterte Selbstreinigung des Körpers

Da eine gewisse Menge an Reflux normal ist, hat sich unser Körper im Laufe der Evolution an ihn angepasst.

Unser Körper besitzt mehrere Reinigungsmechanismen. Zum Beispiel zieht sich die Speiseröhre wellenförmig zusammen, wodurch Reflux wieder in den Magen zurückbefördert wird. Der medizinische Begriff hierfür ist Peristaltik.

Hast du jedoch eine chronische Speiseröhrenentzündung, so wird die Selbstreinigungsfunktion mit der Zeit geschädigt. Ein Teufelskreis entsteht, da durch die fehlende Reinigung noch mehr Entzündungen durch Reflux entstehen. Aber keine Sorge, mit den richtigen Maßnahmen kannst du deinem Körper eine Erholungspause geben und den Teufelskreis durchbrechen.


Behandlung der Speiseröhrenentzündung

Viele Ärzte zücken bei Sodbrennen ihren Rezeptblock und das wars. Nicht, weil das am meisten Sinn für die Behandlung macht, sondern weil in Arztpraxen permanenter Zeitdruck herrscht. Für ein ausführliches Beratungsgespräch ist nicht genug Zeit. Keine Chance. Ein Medikament ist dagegen schnell verschrieben.

Führende Experten, die ich interviewt habe, sind sich jedoch einig: Säurereduzierende Medikamente sollten bei einer Speiseröhrenentzündung höchstens eine Ergänzung sein. Die Gründe hierfür habe ich in meinem Artikel zu Protonenpumpenhemmern bereits ausführlich beschrieben.

Säureblocker sind klasse, um akute Symptome zu bekämpfen.

Auf Dauer schädigen Säureblocker jedoch die Verdauung, was Refluxsymptome sogar noch verstärkt. Zudem machen Säureblocker abhängig und es ist schwierig von ihnen herunterzukommen.


Behandlung mit der richtigen Ernährung

Die Ernährung ist für die Behandlung der Refluxösophagitis essentiell.

Zum einen wird der Reflux in vielen Fällen durch die Ernährung selbst ausgelöst. Denn es gibt viele Lebensmittel, welche zu einer Entspannung des unteren Speiseröhrenventils führen, was auf Dauer eine Speiseröhrenentzündung zur Folge hat.

Zum anderen ist vielen Menschen nicht bewusst, dass bereits der Zeitpunkt und die Menge der Nahrungsaufnahme einen Einfluss auf die Entstehung von Reflux haben.

Das Thema Ernährung ist extrem komplex. Zu komplex für einen Blogartikel.

Daher habe ich ein Buch geschrieben, um dich bei der Behandlung deiner Speiseröhrenentzündung an die Hand zu nehmen. Das Buch hilft, die Auslöser für deine Symptome zu finden und zu beseitigen. Der Titel des Buchs ist „Schluss mit Sodbrennen“. Egal ob du Sodbrennen oder ein anderes Symptom von Speiseröhrenentzündung hast, das Buch wird dir bei beidem gleichermaßen helfen.

Im Buch zeige ich dir, wie du deine Ernährung so umstellst, dass deine Symptome verschwinden, du aber immer noch lecker essen kannst. Zudem erfährst du, wann Medikamente gegen Speiseröhrenentzündung angebracht sind und wann nicht.

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