Gerrit Sonnabend

Über Gerrit Sonnabend

Gründer von Refluxgate

Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn niemand deine Symptome ernst nimmt.

Auf der Suche nach der Ursache meiner Beschwerden bin ich von einem Arzt zum nächsten gegangen. Keiner konnte mir helfen und die meisten Ärzte dachten, ich hätte eine Allergie. Zwar bin ich tatsächlich gegen Pollen allergisch, aber die unerklärten zusätzlichen Symptome hatte ich das ganze Jahr über, unabhängig von der Allergie.

Selbst als ich in die Karibik gezogen bin, blieben die Symptome gleich, obwohl dort die Pollen, gegen die ich allergisch war, nicht existierten. Das war für mich die Bestätigung, dass eine Allergie nicht das Problem sein konnte.

Durch Zufall hatte ich im Ausland einen Hals-Nasen-Ohrenarzt gefunden, der bei mir Stillen Reflux diagnostiziert hat. Ich konnte das erst kaum glauben, da ich kein Sodbrennen und auch keine Verdauungsprobleme hatte. Aber ich fand schnell heraus, dass die Diagnose Stiller Reflux tatsächlich alle meine Symptome erklärte.

Die Diagnose brachte mich nicht weiter

Nachdem die Ursache für meine Beschwerden gefunden war, ging ich davon aus, dass das Problem schnell behoben sein würde.

Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich noch nicht, dass ich noch einen weiten Weg vor mir hatte.

Jeder Arzt, zu dem ich ging, verschrieb mir Protonenpumpenhemmer, das Standardmedikament bei Refluxbeschwerden, welches die Magensäureproduktion reduziert. Nur hatten die Medikamente leider nicht den geringsten Einfluss auf meine Symptome. Das ist auch nicht verwunderlich, denn es ist durch Studien belegt, dass sie bei Stillem Reflux wirkungslos sind. Säuremedikamente behandeln nur eine Begleiterscheinung, aber nicht die Hauptursache von Stiller Reflux Symptomen, die im Magenenzym Pepsin liegt. Das weiß aber kaum ein Arzt, weswegen die Medikamente nach wie vor fast jedem Stiller Reflux Patienten verschrieben werden.

Ich nahm das Problem selbst in die Hand

Ich realisierte, dass ich mich selbst um eine Lösung kümmern musste, wenn ich den Stillen Reflux loswerden wollte. Denn meine Beschwerden wurden weiterhin schlimmer.

Ich las alles, was ich über Stillen Reflux finden konnte. Da es nicht viele Bücher darüber gibt, habe ich mich hauptsächlich durch wissenschaftliche Publikationen gearbeitet.

Anschließend kontaktierte ich führende Forscher und Ärzte, die an den entsprechenden Veröffentlichungen gearbeitet hatten. Diese Fachleute waren gerne bereit, sich ausgiebig mit mir zu unterhalten und mir zu erklären, wie sie Patienten mit Stillem Reflux erfolgreich behandeln.

Mein Hintergrund

Mein akademischer Hintergrund ist in der Marktforschung. Ich bin darin ausgebildet, durch strukturierte Experteninterviews verlässliches Wissen zu gewinnen. Genau das habe ich für Refluxgate getan.

Wichtig ist mir, neutral zu bleiben. Was ich überhaupt nicht leiden kann, sind "Gesundheitsgurus", die irgendeinen Weg gefunden haben und dann auf Teufel komm raus meinen, es wäre der einzige richtige. Es gibt viele Ansätze, auch Ernährungsansätze, um Stillen Reflux zu behandeln. Natürlich gibt es sinnvollere und weniger sinnvolle Maßnahmen. Trotzdem ist es in der Praxis immer eine Einzelfallfrage. Daher ist es mir wichtig, Optionen aufzuzeigen, sodass jeder die für sich persönlich beste Möglichkeit wählen kann.

Dank meiner Recherchen wurde ich den Reflux los

Mit dem gesammelten Wissen bekam ich meinen Reflux in den Griff. Ich hatte herausgefunden, dass eine Anpassung der Ernährungsgewohnheiten bei Stillem Reflux sehr wirkungsvoll ist und besser hilft, als Medikamente.

Ich war jedoch schockiert, wie schwer es ist, nützliche Informationen zu Stillem Reflux zu finden. Es gibt nur wenige Experten, die sich mit der Erkrankung auskennen, und für Laien ist es fast unmöglich, sie ausfindig zu machen.

Den Ärzten kann man schwer einen Vorwurf machen. Sie haben in Deutschland viel zu wenig Zeit pro Patient und eine enorme Arbeitslast. Gleichzeitig wird Ernährung im Medizinstudium stark vernachlässigt. So kommt es, dass die meisten Ärzte klassischen Reflux und Stillen Reflux über einen Kamm scheren und Säureblocker verschreiben, obwohl Studien zeigen, dass diese bei Stillem Reflux nicht wirken.

Mir wurde bewusst, dass es noch mehr Leute geben muss, denen es genauso geht, wie mir damals. Ich wollte diesen Menschen helfen. So fing ich an, über Stillen Reflux zu schreiben und erhielt bald unzählige Zuschriften, mehr zu Reflux zu veröffentlichen. Das war der Anfang von Refluxgate.

Mein Ziel ist, so vielen Menschen wie möglich zu helfen, ihre Refluxsymptome loszuwerden.

Beste Grüße,

Gerrit Sonnabend

P.S.: Fragst du dich, ob du wirklich Stillen Reflux hast? Dann empfehle ich dir, den RSI-Test zu machen. Das ist ein Fragebogen, welcher ausrechnet, wie wahrscheinlich deine Symptome durch Stillen Reflux ausgelöst werden. Du kannst den RSI-Test hier auf Refluxgate online durchführen.